Epilepsie

Epilepsie ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des Nervensystems. Der Begriff Epilepsie beschreibt Erkrankungen des Gehirns, die sich in Form von epileptischen Anfällen äußern.
Ein epileptischer Anfall ist ein plötzliches auftretendes Ereignis. Der Anfall ist nach einigen Sekunden oder Minuten vorbei. Tritt der Anfall nur einmal auf wird er als „Gelegenheitsanfall“ bezeichnet.

Etwa 5-10% aller Menschen erfahren einmal in ihrem Leben einen solchen Gelegenheitsanfall. Eine Epilepsie liegt erst dann vor, wenn mindestens zwei epileptische Anfälle ohne erkennbaren Auslöser auftreten. Eine Ausnahme bilden nur die seltenen Epilepsieformen, bei denen Anfälle durch bestimmte optische Reize ausgelöst werden können.

Die Epilepsie ist eine der am weitesten verbreiteten chronischen Erkrankungen des Kindesalters und insgesamt die häufigste neurologische Erkrankung. Bis zu einem Prozent aller Menschen erkrankt an einer Epilepsie, zehn Prozent haben einmal im Leben einen Anfall. Es wird geschätzt, dass in Deutschland ca. 0,6 bis 0,8 Prozent der Bevölkerung an einer Epilepsie erkrankt ist. Dies sind etwa 500.000 bis 650.000 Menschen.

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